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Wussegk

 

 

Der Wussegk liegt auf einer Talsandinsel etwa 500 Meter vom Dorf entfernt. Auf dieser «Fluchtinsel» suchten die Schlepziger zu Kriegszeiten Schutz vor marodierenden Truppen. Sie kann im Sommer nur über den Wussegk-Graben und im Winter nur über Eis erreicht werden. Der Graben sei im vergangenen Jahr für Kähne wieder geöffnet worden, so Günter Schade, Vorsitzender des Schlepziger Fährmannsvereins. Für Paddelboote bleibt er gesperrt.
Der Wussegk ist für die Schlepziger etwas ganz Besonderes. Als sich hier die verzweifelten Dorfbewohner drängten, während raubende, mordende, plündernde und vergewaltigende Truppen im Dreißigjährigen Krieg ihre Häuser dem Erdboden gleichmachten, erhielten sie Trost vom damaligen Generalsuperintendenten in Lübben, so erzählt Günter Schade die Geschichte von Johann Georg Hutten. Er predigte Mut und Hoffnung, richtete die Verzweifelten auf, gab ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Jahre später, zum 900. Geburtstag des Spreewalddorfs, setzte Pfarrer Asselmann dem klugen und großherzigen Hutten ein Denkmal auf dem Wussegk. Asselmann, ebenfalls ein guter Mann, gründete über die Raiffeisenbank auch eine Bauernhilfe für die Schlepziger, deren Erträge von Fluten und Dürren stark beeinflusst wurden.