Das Dorf im Spreewaldxx Wirtschaft xx Gastliches xx Geschichtexxx Kulturelles x Umgebung x Anreise x Kontakt
Kulturelles aus Schlepzig

 

Veranstaltungen 2009/ 2010

 

Auf Voranmeldung Samstags um 21:00 Uhr-
Nachtwächter Rundgang durch Schlepzig. Beginn im Brauhaus

 

20. Juni 2009
Die VHS-Bigband Sonneberg kommt zu Gast in den Spreewald, anlässlich ihres 10jährigen Gründungsjubiläum und spielen ab 17:00 Uhr je nach Wetter in der Arena oder im Brauhaus

21.Juni 2009
Sommersonnenwende. Wir feiern mit der Jazzfamily bei schönem Wetter natürlich wieder im Biergarten vom Brauhaus.

 

 

 

15. August 2009
Open Air in Schlepzig – Riesen Event hinter dem Weidendom
in der Arena mit Ron Spielman & friends.
Arrangement mit 2 Übernachtungen, Tickets im Vorverkauf.

 

 

 

31. Oktober 2009

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. My flexible friends. Alles zwischen Jazz & Pop

7. November 2009

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. „Klassik goes Gurken“ Schlager aus dem Spreewald von 1514 bis Heute mit dem Jupiter Quartett.

21. November 2009

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus Alte Wache.

Dixieland mit der Swingband aus Potsdam.

28. November 2009

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Katelijne Philips-Lebon singt französische Chansons und flämische Lieder

5. Dezember 2009

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. Einen Abend mit Rezitationen. Hanna Petkoff trägt vor.

12. Dezember 2009

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. Namen folgen.

9. Januar 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Ron Spielman, Jan Eckelmann und Björn Werra. Das Brauhaus rockt !!!

16. Januar 2010

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. Quarteto Ideal macht brasilianischer Musik, wir das Essen !

30. Januar 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Namen folgen.

6. Februar 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Björn Missal, Gesang begleitet von Robert Kessler, Gitarre.

20. Februar 2010

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. Prof. Rainer Feldmann, Gitarre begleitet von seiner Frau auf verschiedenen Blockflöten, spielen virtuose Werke von Barock-Komponisten, S.Bach, A. Vivaldi, B. Marcello u.a.

27. Februar 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Mo’ Blow. Heißer Jazz-Funk mit groovigen Funksound. Doppelsieg beim Jazz&Blues Award.


6. März 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Waldi Weiz & Band.

Musik zwischen Funk, Blues und Jazz.

13. März 2010

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. Rainer Roos

am Klavier mit einem Tango Abend und dem argentinischen Tango-Sänger Alejandro Briglia

20. März 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Perido. Vocal Jazz mit Tap Dance.

27. März 2010

18:00 Uhr Klassik & Schlemmen im Landgasthof. Jörn Behrsing mit „Fagottvirtuos“. Ein Instrument zwischen

„Klassik, Pop und Kabarett“

10. April 2010

20:00 Uhr Jazz & Buffet im Brauhaus. Jazz Family mit New Orleans Jazz zum Saisonausklang.

 

 

 

17.07.2006 Lausitzer Rundschau
Nienburger Gospelsingers lassen Schlepzig swingen
Gottesdienst-Besucher begeistert von der Musik


Gute Nachrichten sind am Samstagabend in der Schlepziger Kirche verkündet worden. Und das nicht durch Pfarrerin Ulrike Voigt, sondern auch mit vielen Liedern. Die Nienburger Gospelsingers gaben dem Gottesdienst im Spreewalddorf eine musikalische Note.





Foto: Andreas Staindl
Die Nienburger Gospelsingers haben den Gottesdienst in der Schlepziger Kirche musikalisch bereichert.
Ihr Gesang vermittelt christliche Botschaften. Gospel ist die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden, religiöse Musik der Südstaaten der USA. Seinen Ursprung hat Gospel im Liedgut der schwarzen amerikanischen Sklaven im 19. Jahrhundert. Aus der Mischung traditioneller protestantischer Psalmgesänge und afrikanischer Rhythmen ist längst eine lebendige christliche Musik entstanden.
Diese Rhythmen hatten die Nienburger Gospelsingers am Samstag mit nach Schlepzig gebracht. „Keep your lamps“ war das erste ihrer zahlreichen Lieder, mit denen sie gute Nachrichten verkündeten. Das Publikum wurde schnell infiziert, der Rhythmus ging ins Blut, animierte zu leichten Wippbewegungen. Es war ein fröhlicher Gottesdienst an diesem Samstagabend. „Ich bin so glücklich. Jesus ist mein Retter. Halleluja.“
In „Jesus is my salvation“ findet sich diese Botschaft, die die Gospelsingers den Besuchern verkündeten. „Give me your hand“ – gib mir deine Hand – und viele weitere christliche Lieder hatten die Sängerinnen und Sänger aus Nienburg mitgebracht. Es war ihr zweiter Auftritt in Schlepzig. Zur 1000-Jahr-Feier vor zwei Jahren waren sie schon einmal im Spreewaldort.
Die Gospelsingers gibt es erst seit ein paar Jahren. Die Idee, die Gruppe zu bilden, sei aus einem ökumenischen Familienkreis entstanden, sagte Tenor Andreas Schröter. Er hatte schon Gospel-Erfahrungen, acht Mitstreiter waren rasch gefunden. Zu Beginn dominierte «A capella» -Gesang das Repertoire. Inzwischen gibt es auch Klavierbegleitung durch Josef Müller, dem zweiten Chorleiter.
Eines der Lieder vom Samstag war einer erst jüngst verstorbenen Schlepzigerin gewidmet: „Still, still, jemand ruft meinen Namen“, heißt es in „Hush“. Und weiter: „Oh Herr, was soll ich tun? Ich bin so froh, dass mein Kummer bald ein Ende hat, so froh, dass Jesus mich rechtzeitig zu sich holt.“ Mit einem „Africa-Medley“ und dem folgenden „Haeven“ wollten die Gospelsingers eigentlich ihr Konzert beenden. Doch die Besucher wollten mehr hören und den fröhlichen Gottesdienst etwas länger genießen. Die Gäste aus Nienburg taten ihnen sichtlich gern den Gefallen.
Viele fragten sich offenbar, ob in der Kirche Klatschen erlaubt sei. „Geht schon in Ordnung“, ermutigte Ulrike Voigt. „Klatschen sie ordentlich Beifall, wenn es ihnen gefallen hat.“ Die Zuhörer hatten sich zunächst zurückgehalten, zum Schluss aber lautstark ihre Freude verkündet.

Andreas Staindl

Lausitzer Rundschau
Länderspiel ohne Verlierer in Schlepzigs Kirche
Konzert an der Sauer-Orgel am Freitagabend


Ein ganz spezielles Länderspiel soll es am Freitag, dem 9. Juni, fast zeitgleich zur Fußball-WM-Eröffnung in der Schlepziger Fachwerkkirche geben.



Es werde zwar mit Pfiff sein, aber ohne Töne und Verlierer, kündigen die Veranstalter an: Der Erfurter Universitätsorganist Dr. Wieland Meinhold werde an der restaurierten Sauer-Orgel des Gotteshauses ein Programm mit dem Titel «Virtuoses aus Italien» gestalten.
Erklingen soll Musik aus der Zeit des Barock von Scarlatti, Frescobalid, Gentili, Torelli, Tartini, Zipoli und Albinioni, geht aus der Ankündigung hervor. Auch Kompositionen von Bach und Händel würden in der von Meinhold moderierten Konzertstunde zu hören sein. Diese beginne um 18.30 Uhr.
Der Organist sei durch zahlreiche CD-Aufnahmen und Konzertreisen bekannt, heißt es in der Mitteilung. Der im Jahr 1961 in Halle/Saale geborene Meinhold, absolvierte seine musikalische Ausbildung und Studien in Jena, Weimar, Berlin und Budapest. Bereits um 16.30 Uhr werde Meinhold in der Schlepziger Kirche unter dem Motto «Musik für große und kleine Pfeifen – Besuch bei der Königin» die Sauer-Orgel vorstellen, die im Jahr 1910 gebaut wurde. Diese Veranstaltung sei vor allem für Kinder und Familien gedacht, heißt es. (red/dh)

Es ist wieder soweit:

Die Fastnacht und das Zampern: Jedes Jahr zum Rosenmontagswochenende.

Auftakt des kulturellen Lebens des Dorfes ist im Januar der Maskenball. Dieser Ball der Maskierten läutet die heiße Phase der geheimnisträchtigen Vorbereitungen der tollen Fastnachtstage im Februar ein. Höhepunkt ist der Rosenmontagsumzug, an dem alle "Projekte" der Jugend und der Verheirateten teilnehmen. Beginn 14:00 Uhr. Absolut sehenswert und feucht-fröhlich.

 

 

 

10.09.2005 Lausitzer Rundschau
Beobachtungsturm am Wussegk eingeweiht
Blick öffnet sich auf rastende Kraniche / Naturtourismus soll gestärkt werden

Er ist sieben Meter hoch, steht auf vier Beton-Füßen, ist aus Holz, hat 24 rutschfeste Stufen einschließlich eines Sockels, ein überdachtes Podest, bietet einen tollen Blick in die grüne Umgebung, hat rund 25 000 Euro gekostet und ist am Donnerstagabend eingeweiht worden. Der neue Beobachtungsturm des Spreewald-Wildtier-Trails mit Blick Richtung Wussegk bei Schlepzig ist ein Logenplatz für die jährliche Kranichschau.




Foto: Krino Müller
. . . .beim Blick vom Beobachtungsturm.Die Pracht der Landschaft wird sichtbar . . .
Der Beobachtungsturm, schätzte Biosphärenreservatschef Eugen Nowak bei der Übergabe ein, störe die Natur nicht. Er passe sich gut ein. Er sei an einer so exponierten Stelle kurz hinter Schlepzig an der Spree zu finden, dass vor allem Kahntouristen und Wanderer vorbeikommen, anhalten und «die vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten bestaunen können» . Der Beobachtungsturm sei ein Beitrag, nicht um die Landschaft, «wie man bösartig sagt, zu möblieren» , sondern stehe für eine neue Art des Tourismus, den Naturtourismus.
Die Betonung auf «Naturtourismus» sei auch kein Widerspruch zum herkömmlichen Tourismus, der ja bereits von der einmaligen Natur des Spreewaldes lebe. Ihm, sagte Nowak, sei zu wenig, wenn es nach einem Urlaub im Spreewald den mageren Dialog gebe: «Wie war’s denn?» – «Schön grün!» Er wolle Naturtourismus «auf eine höhere Stufe stellen» . Dazu bedürfe es qualifizierter Angebote und einhergehend eine qualifizierte Betreuung. Seien Angebote erst einmal da, werde es eine verstärkte Nachfrage geben.
Um den Turm bauen zu können, sagte Nowak, hätte das Engagement des Naturschutzbundes Spreewald sowie des Natur- und Landschaftspflegers Arnulf Weingardt nicht gereicht. Auch Sponsoren seien wichtig gewesen. Als Geldgeber habe das Förderprogramm Leader plus an erster Stelle gestanden, doch auch andere hätten Geld gegeben: der Tourismusverband Lübben und Umgebung, die Spreewaldinfo Lübbenau, vor allem aber das südaus tralische Weingut Banrock Station, weil es im Rahmen seines internationalen Sponsoringprogramms gerade im Biosphärenreservat mit dem Schutz von Feuchtgebieten ein ideales Feld sehe.
Schlepzigs Bürgermeisterin Heike Noah lobt, dass so ein Aussichtsturm auch im Winter ein attraktives Ausflugsziel sei. Arnulf Weingardt, der auch die ersten Gäste auf die Plattform begleitete, schätzt an der Lage und der Höhe des Turms vor allem, dass man einen guten Blick habe auf Kraniche (deren Flug gen Spanien in wenigen Wochen richtig losgehen werde), nordische Gänse, einheimische Watvögel oder gar Seeadler – wenn sie sich denn überhaupt blicken ließen.
Die Besucher nutzten bei der Turmübergabe die Gelegenheit, weit in die Landschaft zu sehen, sich an der üppigen Pracht der Feuchtwiese mit ihrem Schilfbestand und an Gegrilltem und Getränken zu erfreuen, die ebenfalls Sponsoren zur Verfügung gestellt hatten. Beim gemütlichen Plausch, unterbrochen gelegentlich durch Mückenklatschen, ließ es sich auch unterhalb des Turms gut aushalten.
Bereits im Mai dieses Jahres war auf dem Barz lin im Oberspreewald ein Beobachtungsturm eingeweiht worden. Beide Türme gehören zum Wildtierbeobachtungspfad, der sich von Burg bis nach Krausnick zum Wehlaberg durch den Spreewald schlängeln soll.

Von Krino Müller


06.09.2005 Lausitzer Rundschau
Schlepziger Gurkentag gibt Grund zur Freude
Spreewaldverein zieht positive Bilanz / 20 000 Besucher am Wochenende

An die 20 000 Gäste hat der Gurkentag in Schlepzig an diesem Wochenende angelockt. Die 77 Händler und Aussteller seien sehr zufrieden mit ihrem Absatz gewesen, die Gäste begeistert vom Programm mit dem Kahnkorso als Höhepunkt. «Es war einer der besten Gurkentage, die wir je hatten» , schätzt Andreas Traube vom Spreewaldverein Lübben ein.




Foto: Jens Golombek
Mit viel Engagement und Witz stellten die Schlepziger einen gelungenen Kahnkorso zum Gurkentag auf die Beine. Wo der nächste Gurkentag im Jahr 2006 ausgerichtet wird, steht noch nicht fest, informiert der Spreewaldverein in Lübben. «Uns liegt noch keine Bewerbung vor» , bedauert Geschäftsführer Dieter Irlbacher. Interessierte Orte, die den Gurkentag 2006 ausrichten möchten, sollten sich möglichst bald mit schriftlicher Begründung beim Spreewaldverein bewerben. Nähere Infos unter Telefon: 03546/8426.
Der einzige Wermutstropfen im Freudebecher des hauptverantwortlich organisierenden Andreas Traube vom Spreewaldverein ist das Wetter: Den ganzen Samstag über regnete es in Schlepzig und auch in Lübben, während im Umland die Sonne schien. Da trotzdem zwischen 5000 und 7000 Gäste zum Gurkentag nach Schlepzig kamen, nehmen es die Organisatoren nicht allzu schwer.
Besonders den Kahnkorso als Hauptattraktion «hat Schlepzig sehr schön gemacht» , lobt Dieter Irlbacher, der Geschäftsführer des Spreewaldvereins. Sehr viel persönliches Engagement habe dazu ebenso beigetragen wie die Anstrengungen von Verantwortlichen. Von einigen Händlern habe er gehört, so Irlbacher, dass sie noch nie so gut verkauft hätten wie in Schlepzig. Als Rahmen für den Gurkentag sei dieser Ort allerdings auch «bestens geeignet» .
Dieter Irlbacher macht in seiner Bilanz darauf aufmerksam, dass dieser Gurkentag neben der momentanen Wirkung eine bleibende haben werde. «Es waren tausende Leute da, die diesen Ort neu kennen gelernt haben» , sagt er. Dabei hätten sie dessen Qualitäten als Urlaubsort entdeckt oder wiederentdeckt. «Dieser Effekt wird über die kommenden Jahr anhalten» , sagt Irlbacher überzeugt. Schlepzig habe schon zum Gurkentag viele Übernachtungen verzeichnen können: Der ganze Ort sei laut Irlbacher ausgebucht gewesen.
Traube und Irlbacher stellen als weitere Höhepunkte die Krönung des Gurkenpaars ebenso heraus wie den Anstich des Festbiers, das extra für den Gurkentag gebraut worden war. Das hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) vorgenommen, was der Spreewaldverein ebenfalls als etwas Besonderes wertet. Schließlich sei in der Geschichte des Gurkentags bisher nur einmal, bei der Premiere, ein Ministerpräsident dabei gewesen.
Sehr gut angekommen sei auch der regionaltypische Markt mit seiner «großen Breite an Lukullischem» , so Andreas Traube vom Spreewaldverein. Mit dabei waren nicht nur die Gemüse- und Obstanbauer aus der Region, sondern auch Spezialitätenhändler aus der weiteren Umgebung, die zum Beispiel Käse aus der Uckermark anboten. Das sei Mitveranstalter Pro Agro zu danken, so der Spreewaldverein. Gemeinsam sei für den Markt beim Gurkentag erreicht worden, dass ein großes Sortiment an Spezialitäten aus dem gesamten Land Brandenburg vorhanden waren.

Von Ingvil Schirling

05.09.2005 Lausitzer Rundschau
Die Spreewälder Gurken in Schlepzig gefeiert
Landesvater zapft Festbier an / Neues Gurkenkönigspaar gekrönt


Das bekannteste Spreewälder Gemüse hat am Wochenende im Mittelpunkt in Schlepzig gestanden: die Gurke. Zum siebenten Mal hatte der Spreewaldverein einen Spreewälder Gurkentag organisiert. Zu dessen Eröffnung war auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck gekommen.



Foto: A. Staindl Foto: Jens Golombek
Anika I. und Michael I. erfüllen eine ihrer ersten Pflichten als Gurkenkönigspaar: Sie verteilen frisch veredelte Gurken des Jahrgangs 2005 an die Besucher des Spreewälder Gurkentags.Ministerpräsident Matthias Platzeck sticht das Fass mit dem in der Schlepziger Brauerei hergestellten Festbier an.Zum Kosten und Kaufen wurden Gurken an «ihrem Ehrentag» angeboten.Wie Gurken veredelt werden können, demonstrierte unter anderem die Spiel- und Trachtengruppe der Domowina aus Briesensee.Farbenfroh und witzig waren die Kähne für den Korso gestern Nachmittag gestaltet worden. Bei dem waren auch Gurken in Menschengröße dabei.


Vier, fünf gezielte Schläge und der Zapfhahn sitzt. Landesvater Matthias Platzeck (SPD) wischt sich die Finger an der Lederschürze ab und lächelt. Gerade hat er sein erstes «echt frisches Bier» angezapft und das «unfallfrei» . Brandenburgs Ministerpräsident füllt sein Glas und streckt es in die Höhe. Der siebente Spreewälder Gurkentag in Schlepzig hat sein Festbier. Platzeck kostet. «Ein klasse Bier. Das kann man getrost auch schon vor 12 Uhr trinken» , sagt er und stößt mit dem neuen Spreewälder Gurkenkönigspaar auf der Bühne an.
Anika I. und Michael I. werden ein Jahr lang regieren. Anika Schäfer (23) und Michael Damian (25) wohnen in Lübbenau. Am Samstag bekamen sie Krone und Schärpe von ihren Vorgängern Ramona und Rico Rudolph aus Byhleguhre überreicht. Die neue Gurkenkönigin arbeitet bei der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald. Der neue Gurkenkönig ist gelernter Straßenbauer, strebt aber eine Ausbildung zum Altenpfleger an. Während Michael Damian das Fass frisch veredelter Gurken allein öffnete, hilft Anika I. ihm beim Verteilen. Unzählige Hände strecken sich zur Bühne.
Auch Matthias Platzeck war mit den frischen Einlegern begrüßt worden. Knack, ein kurzer Biss: «Hm, das schmeckt» , schwärmt der Landesvater. «Die Spreewaldgurken sind Brandenburgs bester Botschafter in der Welt.» Und dann verrät er ein Geheimnis: «Vielleicht klappt es ja, dass wir eine Gurke in das Weltall schmuggeln können.» Denn bei seinem Besuch kürzlich im Sternenstädchen habe er dem deutschen Astronauten Thomas Reiter dies vorgeschlagen.
Der Geschäftsführer des Spreewaldvereins, Dieter Irlbacher, schmunzelt zufrieden, als er dies hört, und begleitet Platzeck anschließend beim Rundgang. Dabei zeigt er ihm auch den Schlepziger Hafen. Am Stand der Göritzer Agrargenossenschaft wird der Ministerpräsident zünftig begrüßt. Berührungsängste haben die Spreewälder offensichtlich nicht. Auch nicht die Trachtengruppe «Nowa Niwa» aus Neu Zauche. Den Frauen am dortigen Stand schreibt Matthias Platzeck eine Widmung ins Album. Noch ein kurzer Abstecher in das benachbarte Brauhaus und der Landesvater verabschiedete sich schon wieder aus Schlepzig. Da kam der siebente Gurkentag gerade so richtig in Fahrt.

von Andreas Staindl



 

Schlepzig besitzt 3 Museen:

Das Bauernmuseum, die Mühle und das Feuerwehrmuseum.

Böttcherausstellung von Waldemar Zech.

Die Dauerausstellung "Unter Wasser unterwegs"

 

 

 

Nicht nur in Lübben werde ich durchs Städtchen gehen, auch in Schlepzig will ich meine Runden drehen. Samstags könnt Ihr mich ab 21.00 Uhr erleben, Ihr müsst Euch nur vor das Brauhaus bewegen. Sagt es also Euren Freunden und Verwandten, auch 2005 ist der Nachtwächter wieder vorhanden.

Ich grüße mit dem Gruß der Nachtwächter so dann, Licht aus – Lampe an

 

 

 

 

 

Osterfeuer am Ostersamstag auf dem Gelände der Spreewälder Privatbrauerei

 

 

 

Maitreiben:

Auf dem Gelände des Museums findet Ende Mai das "Maitreiben" und Ende Juni das "Schoberfest" statt. Unter dem Motto "Der Bauernhof lebt" kann man einen Bauernalltag aus Großmutters Zeit erleben. Der Heimatverein lädt ein.

Wie es über die Lippen kommt
Heimatverein Schlepzig gestaltet
Maitreiben mit

„Wir reden einfach, wie wir wollen“, sagt die Schlepzigerin Edith Baatz. So hat sich die Spreewälder Mundart bis heute erhalten. Diese hat der Heimatverein beim 10. Maitreiben im Schlepziger Bauernmuseum auf die Bühne gebracht.


Die Texte, die gespielt und gesungen wurden, stammen von Edith Baatz.
„Moahlzeit, Moahlzeit“, begann der Sketch „An Mittagstisch bei eene ländliche Familie“. Die Spreewälder kennen den „oa“-Laut, das Wörtchen “eene“ und das Verwechseln von drittem und viertem Fall von ihren Großeltern. Doch die wenigsten sprechen noch so.
Während älteren Schlepzigern die Mundart fließend über die Lippen geht, müssen jüngere richtig üben, damit es sich echt anhört. Wie Verena Wunderlich und Rita Putschke. Sie studieren ein, was Edith Baatz aufgeschrieben hat, und lassen sich von den Älteren verbessern. „Dadurch, dass in der Schule immer Hochdeutsch gesprochen werden muss, haben wir das Mundartliche verlernt“, sagt Rita Putschke. „Durch die Arbeit im Heimatverein wollen wir es erhalten.“

Von Knull’n und Keite
Zu dieser Arbeit zählen die Auftritte bei den Maitreiben. Mal geht es um Brautmode, mal um altes Handwerk, am Sonnabend beim 10. Maitreiben ums Essen. Auf der Bühne standen eine alte Kochmaschine, „Knull’n“ und Kräutersträußchen. Die Zuschauer erlebten, wie eine Familie vom Lande sich beim Mittagessen unterhält, erfuhr, was Knull’nplinze (Kartoffelpuffer) und was Weez’ne (Plinsen aus Weizenmehl) sind, wie Wäsche «ausstauken» geht und dass die Kartoffeln in einer «Keite» lagern. Zu Gast war auch Alfred Biolek (gespielt von einem Mitglied), der sich die Spreewälder Küche erklären ließ und mit seiner Einladung zum Wein bei den Spreewald-Frauen abblitzte. Seine Gastgeberinnen kredenzten Steekerchen, eine Art Kartoffelsalat ohne Majonäse, dafür mit ausgelassenem Speck.

Spaß am Brauchtum
Seit Februar hatten etwa 15 Mitglieder des Heimatvereins das Programm einstudiert, zunächst wöchentlich einmal, kurz vor dem Auftritt zweimal und mehr. Die Ideen stammten von den Mitgliedern. Sie brachten alles ein, was ihnen zu dem Thema einfiel – etwa das, was sie von den Großeltern darüber wussten, was es früher zu essen gab oder wie Lebensmittel gelagert und zubereitet wurden. Dass sie so etwas einmal interessieren würde, hätte Verena Wunderlich bis vor kurzem nicht gedacht. „Ich dachte immer, Heimatverein ist doch was für die Älteren. Heute interessiere ich mich selbst dafür, will etwas übers Brauchtum erfahren.“ Außerdem mache es ihr Spaß, auf der Bühne zu stehen.
Dass der Heimatverein sowie die ebenfalls zum 10. Maitreiben eingeladenen Künstler Bernd Pittkunings, das Spreewald-Duo, die Frauen-Gesangsgruppe Lubka Lilija und der singende Spreewaldwirt mit ihren Programmen den Geschmack der Besucher trafen, bestätigte Karin Kappus von der Tourist-Info in Schlepzig. «Ich habe jedes Jahr viele Anfragen, ob das Maitreiben wieder stattfindet» , sagt sie. Sie weiß, dass viele Gäste von weiter her kommen, für die die Inhalte weniger Brauchtumspflege bedeuten, sondern Landeskunde sind.
Das Programm des Heimatvereins hatte mit seiner Premiere seine einzige Aufführung. Jetzt arbeiten seine Mitglieder für das nächste Ereignis: das Schoberfest am 25. Juni. Dann geht es nicht darum, wie früher im Spreewald gesprochen wurde, sondern um altes Handwerk. (dz/dh)

 

 

Das Hinterbackofenbalett:

 

 

 

Das Dorffest:

Am ersten Wochenende im August feiern die Schlepziger ihr Dorffest.

 

 

 

Abfischen:

Ende Oktober organisiert die Außenstelle Schlepzig der Peitzer Edelfisch GmbH ein Fischerfest an den Schlepziger Teichen.

 


   

 

 

Aktivität und Erholung:

Auf ausgewählten Rad-, Fuß- und Wasserwanderwegen:

Rad:


Gurkenradweg, Europawanderweg E 10, Hofjagdweg, Spreeradweg

Fuß:

Naturlehrpfad "Buchenhain", Naturlehrpfad "Dürrenhofer See", Route "Grüne Wiese", Route Inselteich-Petkampsberg, Route Heideseen-Wehlaberg

Wasser:

auf zahlreichen Fließen und Nebenarmen, Randkanal, Puhlstrom, Hauptspree, zum Köthener oder Neuendorfer See, in den Oberspreewald oder in die Berliner Gewässer

Fahrrad- und Paddelbootverleih im Ort

Kutsch- und Kremserfahrten

möglich auch in Kombination mit einer Kahnfahrt und einem deftigen Spreewälder Picknick

Angelfreunden

bietet sich die beste Möglichkeit an den Fischteichen und an der Spree - vorausgesetzt man ist im Besitz eines Fischereischeines und einer gültigen Angelkarte

unvergeßlich eine Kahnfahrt durch die stille und urwüchsige Natur:


ganz individuell auf Wunsch, von der kleinsten Familienfahrt bis zur großen Gruppenfahrt,

Sammelfahrten,


Rundfahrten ab zwei Stunden oder Tagesfahrten mit Aufenthalt

Kahnfahrten

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

 

Schoberfest 2005

 

Schlepzig hat wieder einen Heuschober
Fünf Stunden schweißtreibende Arbeit bewältigte der Heimatverein beim Schoberfest

«Sieht er nicht prächtig aus?!» Ernst-August Lehmann zeigt auf den großen Heuschober und ist zufrieden. «Jetzt haben wir uns eine Stärkung verdient.



Foto: A. Staindl


Der Heimatverein hat sich die Vesper redlich verdient. Nach fünf Sunden Arbeit steht der Heuschober auf dem Hof des Museums in Schlepzig.
» Fünf Stunden anstrengender Arbeit lagen da hinter den Mitgliedern des Heimatvereins Schlepzig, die den Heuschober auf dem Hof des Museums errichteten. Zum neunten Mal gab es am Samstag ein Schoberfest mit einer Zeitreise in die Vergangenheit.
«Früher waren Schober typisch für Schlepzig, heute gibt es sie nur noch zur Schauvorführung» , erzählt Lehmann. Vormittag um elf Uhr beginnen er und seine Leute mit der Arbeit. Heu kehren und zusammenharken ist Sache der Frauen. Die Männer packen den Schober. Grundlage bildet ein hölzernes Hochgerüst. Der halbe Meter Abstand zum Boden soll das Heu vor Wasser von unten schützen. «Das war früher notwendig, weil unsere Wiesen oft überschwemmt waren» , erklärt Lehmann. Er hat mit Waldemar Zech den Hut beim Packen des Schobers auf. Beide erfahrenen Männer führen am Samstag Mirko Pesch und Nico Sauer an die Arbeit heran. «Die jungen Leute sollen die Tradition schließlich mal weiterführen.»
Die Männer kommen ins Schwitzen, der Heuschober wächst. Gegen Mittag genehmigen sich die Helfer eine Pause. Es gibt Kartoffeln mit Leinöl und Quark. «Solch ein Heuschober baut sich nicht von allein» , sagt Waldemar Zech, lächelt und erklärt: «Immerhin sind 35 bis 40 Zentner Heu, etwa zwei Bauernfuhren, zu bewegen.» Ernst-August Lehmann weiß, dass diese Menge für die Winterfütterung von zwei Rindern reicht.
Am Ende des Tages ist die bis zu zwölf Meter lange Schoberstange, die als Abschluss einen geflochtenen Kranz als Wind- und Regenschutz hat, kaum noch zu sehen. An der Stange waren vier Steifen, in Schlepzig auch Mücken genannt, nach allen Himmelsrichtungen befestigt worden. «Die stärkste Mücke steht im Osten» , verweist Waldemar Zech auf den Zusammenhang mit dem Wetter. Insgesamt 18 Stangen bilden die Unterlage für den Heuschober. Seine Entstehung faszinierte am Samstag die zahlreichen Gäste auf dem Schlepziger Museumshof. «Ich seh' so etwas zum ersten Mal und hätte nicht gedacht, dass in einem Heuschober so viel Arbeit steckt» , staunt Brigitte Kulke aus Dresden, die auf Radtour im Unterspreewald war und zufällig vorbei schaute. Auf dem Museumshof gibt es an diesem Sonnabend noch viel mehr zu sehen. Alte landwirtschaftliche Geräte werden vorgeführt, Wäsche in Handarbeit gewaschen. «Wir wollten einen lebendigen Bauernhof der Vergangenheit zeigen» , sagt Ernst-August Lehmann. «Ein spannender Tag. Ich habe eine Menge gelernt und es nicht bereut, spontan angehalten zu haben» , sagt Erich Geisler aus dem Raum Stuttgart, der seinen Urlaub im Spreewald verbringt.
Nach der Arbeit gönnt sich der Heimatverein eine Vesper, gerade noch rechtzeitig vor dem Regen. «Hat doch gepasst» , sagt Ernst-August Lehmann und rückt zufrieden seinen Hut gerade. (as/dh)

A. Staindl